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Gochsheim
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Gochsheim (unterfränkisch: Goggsum) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt, etwa fßnf Kilometer sßdÜstlich von Schweinfurt. Gochsheim ist ein ehemals kaiserlich unmittelbares und freies Reichsdorf. 2016 wurden die Sennfelder und Gochsheimer Friedensfeste von der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.cite-ref-2[2]
Der Hauptort ist ein weithin bekanntes Gärtnerdorf mit Sonderkulturen, Wohnvorort von Schweinfurt und wichtiger (Lebensmittel)Logistik- und Gewerbestandort (u. a. mit zwei DHL-Standorten: Mechanisierte Zustellbasis und Global Forwarding, Freight). Das Dorf ist ein Zentrum fränkischen Brauchtums, mit der 370 Jahre alten Gochsheimer Kirchweih. Der Ortskern wird durch die Gochsheimer Kirchenburg geprägt.
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Nachbargemeinden
⢠Geschichte
⢠Weyer
⢠Religionen
⢠Politik
⢠Gemeinderat
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Partnerschaften
⢠Museen
⢠Bauwerke
⢠Sport
⢠Verkehr
⢠Bildung
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Lage
Das Gemeindegebiet liegt wenige Kilometer sĂźdlich des Mains, im Osten des Schweinfurter Beckens, und erstreckt sich im Nordosten mehr als 1 km Ăźber die Autobahn 70 hinaus und grenzt im Osten an den Main, wo es einen kleinen Anteil an der Schonunger Bucht besitzt. Im SĂźdwesten grenzt es an die Auen des Unkenbachs und im Westen an den Schwebheimer Wald, an dem es mit dem Naturschutzgebiet Spitalholz bei Gochsheim ebenfalls einen kleineren Anteil besitzt. Der zwischen Gochsheim und Weyer gelegene MĂśnchberg wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts auĂerdem dem Naturraum Herlheimer Mulde zugeschlagen.
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Schonungen, Gädheim, Grettstadt, Schwebheim, Schweinfurt und Sennfeld.
Gemeindegliederung
⢠Gochsheim (Pfarrdorf)
gemarkungenEs gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Gochsheim und Weyer.cite-ref-5[5] Die Gemarkung Donnersdorf hat eine Fläche von 14,886 km². Sie ist in 4381 Flurstßcke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstßcksfläche von 3397,82 m² haben.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]
Geschichte
Anfänge Gochsheims
Der Ort Gochsheim ist ein ehemals kaiserlich unmittelbares und freies Reichsdorf, was seine Geschichte, sein Selbstbewusstsein und seine Traditionen bis heute prägt. Die geschichtliche Entwicklung Gochsheims ist eng verknßpft mit den benachbarten ebenfalls reichsfreien Orten Schweinfurt und Sennfeld.
Gochsheim wurde vermutlich um das Jahr 500 gegrßndet. Zum ersten Mal erwähnt wurde es in einer Urkunde ßber eine Schenkung an das Kloster Fulda aus dem Jahr 796. Die Pfarrei Gochsheim wurde im Jahr 1130 zum ersten Mal erwähnt.
Freies Reichsdorf Gochsheim
Wann Gochsheim die Reichsfreiheit erlangte, ist nicht ganz klar. Als freies Reichsdorf wurde es im Jahr 1234 aufgrund einer Klage des Fßrstbischofs Hermann II. Hummel von Lichtenberg an KÜnig Konrad IV erwähnt. Eine Reichsvogtei in Schweinfurt, zu der die beiden DÜrfer Sennfeld und Gochsheim gehÜrten, wurde im Jahr 1282 erwähnt.
1304/05 verpfändete KĂśnig Albrecht dem Hochstift WĂźrzburg die Reichsvogtei Schweinfurt mit den beiden DĂśrfern Sennfeld und Gochsheim. 1309 wechselte die Pfandschaft an die Grafen von Henneberg. SchlieĂlich befreite die Reichsstadt Schweinfurt 1386 sich, Sennfeld und Gochsheim mit eigenen Mitteln aus der Pfandschaft. 1635 verlor Gochsheim die Reichsfreiheit. In einem Lehenbrief beschenkte Kaiser Ferdinand II. den WĂźrzburger FĂźrstbischof Franz Graf von Hatzfeld mit den beiden ReichsdĂśrfern Sennfeld und Gochsheim. Am 14. August 1649 wurde die Reichsfreiheit durch eine Restitutionskommission in Schweinfurt wiedererlangt. Der aus dieser Zeit stammende Plantanz wird noch heute zur Kirchweih getanzt und gilt als Symbol der wiedererhaltenen Reichsfreiheit, die bis zur Eingliederung in das KurfĂźrstentum Bayern 1802 bestehen blieb. Damit waren Gochsheim und sein Nachbar Sennfeld zwei der wenigen bis zuletzt verbliebenen ReichsdĂśrfer.cite-ref-8[8]
Drei Kilometer westlich des Dorfes, hinter dem Schwebheimer Wald, liegt Senftenhof, eine WĂźstung, die sich heute im Grenzgebiet der Gemarkungen von Gochsheim, Grafenrheinfeld und Schweinfurt befindet. Der Ort wurde vermutlich im 17. Jahrhundert verlassen.
Neuere Geschichte
FrĂźher wurden auf den Feldern von Gochsheim und Sennfeld Gurken angebaut, die vor allem in Franken mit Essig in Gläsern konserviert wurden.cite-ref-9[9] 1810 wurde Gochsheim kurzzeitig aus dem bayerischen Staatsverband entlassen, am 30. Juni 1814 aber erneut nach Bayern eingegliedert. Am 23. November 1903 wurde die Eisenbahnlinie SchweinfurtâGerolzhofen Ăźber Gochsheim erĂśffnet. Von 1862 bis 1972 war Gochsheim die grĂśĂte Gemeinde des Bezirksamtes bzw. Landkreises Schweinfurt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Gochsheim durch Bombenangriffe auf Schweinfurt erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Am 13. April 1945 erfolgte die Ăbergabe des Dorfes an US-amerikanische Truppen.
Weyer
â
Hauptartikel
:
Weyer (Gochsheim)
Weyer erscheint zum ersten Mal im Jahr 1174 als Besitz des Klosters Ebrach. Die Burg Bergheide, etwa 1205 erbaut, wurde schon 1427 wieder zerstÜrt. Weyer blieb bis zur Säkularisation im Besitz des Klosters Ebrach und beherbergte zeitweise auch eine Klostermßhle. Nach der AuflÜsung des Klosters 1803 fiel Weyers Zehnt an den Fßrsten von Thurn und Taxis.cite-ref-10[10] Weyer wurde am 1. Juli 1971 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Gochsheim eingemeindet.cite-ref-11[11]
Religionen
Die Reformation wurde in Gochsheim 1540 oder 1543 eingefĂźhrt. FrĂźher war das ehemals freie Reichsdorf evangelisch geprägt; vor allem durch Zuzug ist die Zahl evangelischer und katholischer BĂźrger nahezu gleich. Im Ortsteil Weyer Ăźberwiegt seit jeher die katholische Konfession. Die St.-Michaels-Kirche in der Ortsmitte ist seit der Reformation evangelisch; im Jahr 1961 wurde die katholische Kirche St. Matthias in der Nikolaus-Fey-StraĂe gebaut.
Die katholischen Gemeinden St. Matthias Gochsheim und St. Bonifatius Weyer wurden am 10. Oktober 2010 mit Ober- und Untereuerheim, Sennfeld und Schwebheim zu einer Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus vereinigt. Dekan Gregor Mßhleck leitet den neuen Pfarrverband. Fßr Gochsheim ist der Pastoralreferent Rainer Weigand zuständig.
Zur evangelischen Kirchengemeinde gehĂśrt auch das Gebiet der Gemeinde Grettstadt.
Die jĂźdische BevĂślkerung machte zeitweise (1816) Ăźber 10 % der BevĂślkerung aus und hatte in Gochsheim eine eigene Synagoge, eine Religionsschule mit Lehrerwohnung sowie ein rituelles Bad.cite-ref-12[12] Um 1800 wirkte in Gochsheim der aufgeklärte jĂźdische Buchhändler und Philanthrop Joseph Isaak, der 1791 das BĂźchlein âUnmaĂgebliche Gedanken Ăźber Betteljudenâ verfasste. Mit seinem Anliegen, die prekären Verhältnisse von nicht-sesshaften Juden zu verbessern, verschaffte er sich sogar beim WĂźrzburger FĂźrstbischof GehĂśr, stieĂ mit seinen Reformvorschlägen aber auch auf Ablehnung.cite-ref-13[13] Im Jahr 1937 wurde die jĂźdische Kultusgemeinde aufgelĂśst, die wenigen verbliebenen jĂźdischen Einwohner wurden der Gemeinde in Schweinfurt zugeteilt. Die letzten beiden jĂźdischen Einwohner wurden 1942 deportiert; alle anderen hatten Gochsheim vorher verlassen. Die ehemalige Synagoge wird heute als Wohnhaus genutzt. An die frĂźhere jĂźdische BevĂślkerung erinnern die StraĂenbezeichnung Judenhof und eine Gedenktafel im Kirchhof am evangelischen Jugendhaus.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1961 | 1970 | 1991 | 1995 | 2005 | 2010 | 2015 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 4.406 | 5.401 | 6.330 | 6.502 | 6.369 | 6.230 | 6.240 | 6.390 [ 14 ] |
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 6228 auf 6390 um 162 Einwohner bzw. um 2,6 %. 2001 hatte die Gemeinde 6644 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Politik
Kommunalwahl 2020
Wahlbeteiligung: 63,3 %
%
50
40
30
20
10
0
43,5 %
(+4,6
%p
)
9,9 %
(
n. k.
%p
)
23,6 %
(â15,7
%p
)
23,0 %
(+1,2
%p
)
CSU
GrĂźne
SPD
FW
2014
ďťż
ďťż
ďťż
ďťż
2020
ďťż
ďťż
ďťż
ďťż
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
2014 nicht angetreten
Gemeinderat
Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 kam es zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:
⢠CSU/Freie Bßrger: 9
⢠GRĂNE: 2
⢠SPD: 5
⢠FW: 4
BĂźrgermeister
Erster BĂźrgermeister ist seit 2020 Manuel Kneuer (CSU).cite-ref-15[15] Vorgängerin war Helga Fleischer (SPD). Zweiter BĂźrgermeister ist Edwin HuĂlein (FW), Dritter BĂźrgermeister JĂźrgen Mayerl (SPD).
Wappen
Interkommunale Allianz
Die Gemeinde Gochsheim gehĂśrt zur interkommunalen Allianz Schweinfurter Mainbogen (siehe: Grafenrheinfeld, Interkommunale Allianz).
Partnerschaften
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Museen
Bauwerke
⢠Kirchenburg St. Michael, eine der ältesten noch erhaltenen Kirchenburgen Frankens, mit den historischen Gaden.
⢠Historisches Rathaus, erbaut 1561
⢠Apostelhaus, MÜnchsgasse 19, Renaissancebau von 1612, reliefgeschmßckte Giebelseite mit kanzelfÜrmigem Erker und originellen Inschriften an den Hausecken.
⢠Der Glockenturm der katholischen Pfarrkirche St. Matthias gilt als âtechnischer Exotâ. Seit dem 17. Mai 2006 besitzt er eine Gegenpendelanlage. Der Turm schwankte vorher beim Läuten der vier Glocken so stark, dass er einzustĂźrzen drohte.cite-ref-18[18]
⢠Schwebheimer Tor, das letzte erhaltene Tor von insgesamt vier mittelalterlichen Toren, die durch die Dorfmauer den Eintritt in das freie Reichsdorf gewährten.
⢠Um die evangelische Kirche sowie im Anschluss an das Alte Rathaus befindet sich eine der grĂśĂten fränkischen Kirchenburgen, die Gadenanlage mit dem Reichsdorfmuseum.
Bau- und Bodendenkmäler
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Hauptartikel
:
Liste der Baudenkmäler in Gochsheim
und
Liste der Bodendenkmäler in Gochsheim
Sport
⢠Hallenbad
⢠SC 47 Weyer
⢠Tennisclub 77 Gochsheim
⢠TSV Gochsheim 1906 e. V.
⢠Bßrgerliche Schßtzengesellschaft Gochsheim
RegelmäĂige Veranstaltungen
Gochsheimer Kirchweih (Friedensfest)
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Hauptartikel
:
Sennfelder und Gochsheimer Friedensfeste
Die Gochsheimer Kirchweih (Friedensfest) ist als immaterielles Kulturerbe eines der traditionsreichsten fränkischen Feste, mit dem charakteristischen Plantanz. Es ist ein historisches Friedens- und Freudensfest zum Gedenken an die Wiedererlangung der Reichsfreiheit 1649, jeweils um den ersten Sonntag im September. Das Fest findet am Plan statt. So wird der zentrale Dorfplatz in mehreren DĂśrfern insbesondere im Raum Schweinfurt genannt. Bis heute ist das Fest ein freier Burschenplan und wird von jungen, unverheirateten Männern in eigener â auch finanzieller â Verantwortung durchgefĂźhrt. Traditionell wird auf der zu Schweinfurt näher liegenden zeitgleich stattfindenden Sennfelder Kirchweih Bier und auf der Gochsheimer Kirchweih Wein ausgeschenkt. Die Nachkirchweih findet eine Woche nach der Kirchweih an selber Stelle statt.
Erntedankfest
Das traditionelle Erntedankfest hat in dem Gärtnerdorf, mit seinen Sonderkulturen und Gewächshäusern besondere Bedeutung. Am ersten Sonntag im Oktober findet ein groĂer Festzug mit blumengeschmĂźckten Wagen, Musik und Trachtengruppen statt. AnschlieĂend werden fränkische Tänze am Plan (Dorfplatz) aufgefĂźhrt. Veranstalter ist der Heimat- und Volkstrachtenverein.
Fasching
Mit vier Tanzgarden und auf das Ortsgeschehen bezogenen Bßttenreden ist das Programm der Faschingssitzungen des Gochsheimer Carnevals Clubs (GCC), die Zwiefl-Elf, gefßllt. Der Gochsheimer Redner Wolfgang Dßringer trat auch bei der Fastnacht in Franken im Bayerischen Fernsehen auf. Am 5. Mai 2012 konnte der GCC sein 50-jähriges Bestehen feiern. Dabei wurden Wolfgang Schubert, der 25 Jahre lang als Sitzungspräsident fungierte, und Roland Ludwig zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Theater
Sehr gut besucht sind die Theaterabende des SC Weyer in der Adventszeit.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Gemeinde ist an das Busliniennetz der Stadtwerke Schweinfurt (Linie 82 und 83) sowie an die Linie 8160 Gerolzhofen-Schweinfurt (Ludwig Metz) und die Linie 9306 Donnersdorf/Weyer-Schweinfurt (Kleinhenz) angebunden.
Weiterhin verläuft die eingleisige Bahnstrecke KitzingenâSchweinfurt durch Gochsheim. Diese ist derzeit ab Sennfeld bis Kitzingen stillgelegt und wurde zuletzt, von Nostalgiefahrten abgesehen, fĂźr sporadischen GĂźterverkehr, Militärtransporte der US-Armee sowie fĂźr den Abtransport von AtommĂźll aus dem nahe gelegenen Kernkraftwerk Grafenrheinfeld genutzt. Da das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld keinen Gleisanschluss besitzt, wurden die Transportbehälter von dort mit LKW nach Gochsheim transportiert, wo sie auf die Schiene verladen wurden. Das Bahnhofsgebäude wurde Ende der 1970er Jahre abgerissen. Die Gemeinde- bzw. Stadträte der Anrainergemeinden haben jeweils einen Antrag auf endgĂźltige Entwidmung der Strecke gestellt. Seit der Stadtrat von Gerolzhofen seinen Antrag im Januar 2019 zurĂźckgenommen hat, ist eine intensive Diskussion Ăźber die mĂśgliche Reaktivierung der Strecke entbrannt.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
NĂśrdlich von Gochsheim verläuft die Bundesautobahn 70 mit eigener Abfahrt; der Gemeindeteil Weyer ist Ăźber die Abfahrt Schonungen zu erreichen. Die StaatsstraĂe 2271 verläuft im äuĂersten Westen der Gemarkung auf Gochsheimer Gebiet.
Im Jahr 2003 wurde eine westliche UmgehungsstraĂe fertiggestellt. Die bisherige DurchgangsstraĂe wurde 2005 verkehrsberuhigt saniert und umgebaut. Durch einen BĂźrgerentscheid wurde Ende Juli 2005 der Weg fĂźr die Ăśstliche UmgehungsstraĂe freigemacht. Die Einwohner des Gemeindeteils Weyer hatten eine LĂśsung favorisiert, die auch fĂźr Weyer eine Entlastung geschaffen hätte, konnten sich aber in der Abstimmung nicht durchsetzen. Offizieller Baubeginn war am 22. Dezember 2005; seit Dezember 2006 ist sie fertiggestellt. Die offizielle Einweihung war am 26. Januar 2007.
Bildung
Die Grund- und Mittelschule Gochsheim wird auch von SchĂźlern aus umliegenden Ortschaften besucht. Die Mittelschule besuchen SchĂźler aus Gochsheim, Sennfeld, Schwebheim und Schonungen mit Ortsteilen. In den letzten Jahren machte sich die Mittelschule mit dem Schulprofil Sport deutschlandweit einen Namen. Im BogenschieĂen und im Geräteturnen konnten sich die Mannschaften der Schule regelmäĂig bayerische und deutsche Meistertitel sichern.
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠Fritz Zeilein (â 1992), ehemaliger Rektor der Schule der Gemeinde, ehrenamtlicher Gemeindearchivar bis zu seinem Tod. Nach ihm ist die Mehrzweckhalle Fritz-Zeilein-Halle in der FriedhofstraĂe benannt.
⢠Josef Ehrlitzer (1919â2016), fränkischer Mundartdichter
⢠Walfried Hein (1928â2025), ehrenamtlicher Gemeindearchivar 1992 bis 2007 und frĂźherer stellvertretender Schulrektor (bis 1970 Rektor der Weyerer Schule)
⢠Gerhard Spitzner (1929â2020), Selbständiger, Kulturschaffender, Bundesverdienstkreuz 1983, Medaille fĂźr vorbildliche Heimatpflege 2002, Ehrennadel des Bistums WĂźrzburg 2016, Ehrenbrief der ARGE Fränkische Volksmusik 2019, EhrenbĂźrger der Gemeinde Gochsheim 2019, Ehrenurkunde des Landkreises Schweinfurt 2019.
SĂśhne und TĂśchter der Gemeinde
⢠Johann Traeg (1747â1805), bedeutender Kunst- und Musikalienhändler in Wien
⢠Christian Friedrich Winter (1773â1858), Verleger und Politiker
⢠Abraham Joseph Reiss (1802â1862), erster ordinierter Rabbi in den USA und geistliches Oberhaupt der amerikanischen Juden
⢠Georg Seifert (1819â1874), Musiker und Komponist (u. a. KĂśnig Ludwig II.-Marsch)
PersĂśnlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben oder wirken
⢠Der Kardinal Julius DĂśpfner (1913â1976), ehemals Bischof von WĂźrzburg, betreute Gochsheim als Kaplan von Heilig Geist (Schweinfurt) aus.
⢠Der fränkische Heimatforscher und Autor Karl Treutwein (1921â1985) war Lehrer an der katholischen Volksschule Gochsheim.
⢠Joseph Isaak (ca. 1737â1817), Buchhändler, Philanthrop und âVorgängerâ (= Vorsteher) der jĂźdischen Gemeinde Gochsheim.cite-ref-21[21]
Literatur
⢠Wolfgang WĂźst: Die fränkischen ReichsdĂśrfer Sennfeld und Gochsheim zwischen alter und neuer Lehre â Religions- und Konfessionspolitik im Heiligen RĂśmischen Reich deutscher Nation. Schweinfurt 2016, ISBN 978-3-00-052966-5.
⢠Gerhard Gronauer/Hans Christof Haas: Gochsheim mit Schwebheim, in: W. Kraus, H.-C. Dittscheid und G. Schneider-Ludorff (Hg.): Mehr als Steine... Synagogen-Gedenkband Bayern III/2.2. Lindenberg im Allgäu (2021), S. 1365â1389.
Weblinks
Commons
: Gochsheim
â Sammlung von Bildern
Wikisource: Joseph Isaak: Authentische Berechnung, was eine Judengemeinde von 26 Haushaltungen (im Reichsdorfe Gochsheim) jährlich zum Unterhalt ihrer bettelnden Glaubensgenossen beytragen muĂ
â Quellen und Volltexte
⢠Offizielle Homepage der Gemeinde Gochsheim
⢠Homepage der Gochsheimer Kirchweih
⢠Reichsstädte und -dÜrfer im historischen Franken
⢠Jßdische Geschichte in Gochsheim
⢠Gochsheim: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes fßr Statistik
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-by-11. Einwohnerzahlen â Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern â Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt fĂźr Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
cite-note-22. â Bayerisches Staatsministerium fĂźr Wissenschaft und Kunst: Immaterielles Kulturerbe. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 14. Dezember 2018; abgerufen am 11. Dezember 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stmwk.bayern.de
cite-note-33. â Gemeinde Gochsheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 4. Juli 2020.
cite-note-44. â Gemeinde Gochsheim, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium fĂźr Digitales, abgerufen am 5. Dezember 2021.
cite-note-55. â Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt fĂźr Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 17. Januar 2026.
cite-note-66. â Gemarkung Gochsheim (090934). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. Januar 2026.
cite-note-77. â Webkarte. ALKISÂŽ-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Januar 2026.
cite-note-88. â Erhard Nietzschmann: Die Freien auf dem Lande. Ehemalige deutsche ReichsdĂśrfer und ihre Wappen. Melchior, WolfenbĂźttel 2013, ISBN 978-3-944289-16-8, S. 35.
cite-note-99. â Martin Droschke: Noch vor drei, vier Generationen [âŚ]. In: Franken 2024. Franken-Wissen fĂźr das ganze Jahr. Emons Verlag, KĂśln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt 14. November (zum âTag der eingelegten Gurkeâ).
cite-note-1010. â Dorfgeschichte von Weyer. Gemeinde Gochsheim, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 2. April 2016; abgerufen am 3. April 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gochsheim.de
cite-note-1111. â Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ămter, Gemeinden und Gerichte 1799â1980. C. H. Beck, MĂźnchen 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 570.
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